Aufbau und Betrieb eines Energiemanagements in der Stadt Ottweiler

Betreff
Aufbau und Betrieb eines Energiemanagements in der Stadt Ottweiler
Vorlage
Amt 61/051/2022
Aktenzeichen
Amt 61/CH
Art
Beschlussvorlage

Sachverhalt:

 

Die Kommunen und Energie-/Wasserversorger im Landkreis Neunkirchen haben sich zu einem Klimaschutznetzwerk zusammengeschlossen, welches zum 01.07.2022 seine Arbeit aufgenommen hat. Einer der ersten Arbeitsschwerpunkte ist der möglichst einheitliche Aufbau und Betrieb eines kommunalen Energiemanagements in den Kommunen.

 

Unter Energiemanagement versteht man die kontinuierliche Begehung und Betreuung von Gebäuden und deren Nutzer mit dem Ziel, eine Minimierung des Energieverbrauchs bzw. der Energiebezugskosten zu erreichen. Der Schlüssel für den Erfolg liegt dabei in der Koordination und Zusammenführung einer Vielzahl von Aufgaben, zu denen unter anderem eine systematische Energieverbrauchserfassung und Kontrolle, eine Analyse und Optimierung der Gebäudetechnik, der dort installierten technischen Einrichtungen und deren Nutzung, die Überprüfung und Optimierung der Regelungseinrichtungen, die Lenkung von Wartungs- und Instandhaltungsbemühungen, die Schulung der Gebäudeverantwortlichen und schließlich auch die Motivierung der Nutzer zu energiesparenden Verhalten zählen.

 

Das Kosten-Nutzen-Verhältnis beim kommunalen Energiemanagement beträgt erfahrungsgemäß 1:3 und die erzielbaren Kosteneinsparungen liegen bei 15 bis 30 Prozent.

 

Der Bund fördert über die Kommunalrichtlinie den Aufbau und Betrieb eines kommunalen Energiemanagements inkl. der Einrichtung einer Personalstelle über eine Laufzeit von drei Jahren mit einem Fördersatz für finanzschwache Kommunen von 90 Prozent.

Beschlussvorschlag:

 

Der Bau-, Umwelt- und Sanierungsausschuss empfiehlt ____________________ dem Stadtrat,

 

1) den Aufbau und kontinuierlichen Betrieb eines kommunalen Energiemanagements im Grundsatz zu beschließen.

 

2) die Verwaltung zu beauftragen, hierzu einen Förderantrag beim Bund zu stellen, der insbesondere eine auf den Förderzeitraum von drei Jahren befristete Projektstelle, die Organisation des Aufbaus des Energiemanagements und die Sicherstellung eines kontinuierlichen Betriebes zum Inhalt hat.

 

3) die regelmäßige Unterrichtung des Stadtrates über den Einführungsprozess und die Ergebnisse des kommunalen Energiemanagements zu beschließen.